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Testamentsvollstreckung

Kernaufgabe des Testamentsvollstreckers ist die Durchsetzung des Willens des Erblassers. Der Testamentsvolstrecker ist der verlängerte Arm des Erblassers. Der Wunsch des Erblassers, den Nachlass unter seinen Erben zu verteilen oder den Fortbestand einer zum Nachlass gehörende Vermögensmasse oder Firma zu sichern, wird über die Testamentsvollstreckung erreicht. Die Ausgestaltung einer Testamentsvollstreckertätigkeit mit den dazu gehörenden Rechten und Pflichten ist so vielschichtig wie die Vorstellungen der Erblasser über die Zukunft des Nachlasses.

Um die Wünsche des Erblassers realisieren zu können, verleiht das Gesetz dem Testamentsvollstrecker die alleinige Verfügungsbefugnis über den Nachlass. Im dem Moment, in dem der Testamentsvollstrecker die Annahme des Amtes gegenüber dem Nachlassgericht erklärt, verlieren die Erben jede Verfügungsmacht über den Nachlass. Auch die im Besitz der Erben befindlichen Nachlassgegenstände obliegen der Verfügungsgewalt des Testamentsvollstreckers, der deren Herausgabe verlangen kann.

Dem Erblasser steht es jedoch frei, die Befugnisse des Testamentsvollstreckers zu beschränken. Diese Beschränkung kann dadurch erreicht werden, dass z.B. für die Vornahme bestimmter Geschäfte die Zustimmung einer oder mehrerer Personen (auch Erben) vorausgesetzt wird oder ein Kontrollbevollmächtigter eingesetzt wird.

Wie wird ein Testamentsvollstrecker eingesetzt?

Die Testamentsvollstreckung wird vom Erblasser in dessen Testament angeordnet. Hierbei kann der Erblasser direkt die Person, die das Amt des Testamentsvollstreckers ausführen soll, bestimmen. Er kann aber auch anordnen, dass die Wahl des Testamentsvollstreckers durch das Nachlassgericht oder durch eine bestimmte andere Person oder eine Vereinigung bestimmt werden soll.

Wer kommt als Testamentsvollstrecker in Frage?

Als Testamentsvollstrecker kann grundsätzlich jeder eingesetzt werden, der geschäftsfähig, d. h. vor allem volljährig, ist. Auch juristische Personen und einer der Miterben selbst kommen in Betracht. Nach der Rechtsprechung kann ein Alleinerbe niemals Testamentsvolstrecker werden.

Da die Befugnisse eines Testamentsvollstreckers sehr weit reichen, sollte der Erblasser für diese Aufgabe in jedem Falle eine Person wählen, die sein volles Vertrauen genießt. Dabei sollte er berücksichtigen, dass die Aufgaben eines Testamentsvollstreckers durchaus eine Herausforderung darstellen. Das Amt erfordert Durchsetzungsvermögen gegenüber den Erben, die Testamentsvollstrecker als äußerst lästig empfinden, erhebliche rechtliche und steuerliche Kenntnisse, Versiertheit im Geschäftsleben sowie im Einzelfall einen erheblichen Zeitaufwand.

Gerade die Dauertestamentsvollstreckung von Unternehmen oder größeren Vermögensmassen steht der Tätigkeit eines Geschäftsführers eines Unternehmens in nichts nach.

Kernaufgaben des Testamentsvollstreckers

Zu den Kernaufgaben des Testamentsvollstreckers gehört

  1. die Erstellung eines vollständigen und richtigen Nachlassverzeichnisses,
  2. die Verwaltung des Nachlasses, 
  3. die Prozessführung zu Gunsten des Nachlasses,
  4. die Fertigung der Steuererklärung(en), 
  5. die Auseinandersetzung des Nachlasses.

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