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Einzeltestament

Einzeltestamente zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch den Unterzeicher jederzeit geändert werden können. Ein Einzeltestament stellt daher die flexibelste Form der Testamentsgestaltung dar. Es kann unmittelbar an eine neue Situation angepasst werden. Auch hier gilt der Grundsatz, je jünger das ordnungsgemäß erstellte Testament ist, desto gültiger ist es. Das neuere Testament verdrängt das ältere, unabhängig von der Frage, ob das ältere Testament notariell beurkundet und das jüngere Testament handschriftlich verfasst ist.

Ehegattentestament

Zur Testamentsgestaltung bei Ehegattentestamenten ist zunächst zu klären, welche Familienangehörigen es gibt und wie das Vermögen zwischen Ehemann und Ehefrau verteilt ist. Durch genaue Formulierungen der Wünsche wird vermieden, dass sich Familienangehörige nach dem Tod eines oder beider Ehegatten über Unklarheiten innerhalb des Testamentes vor Gericht streiten.

Nur Ehegatten und eingetragene Lebenspartner dürfen gemeinschaftliche Testamente errichten. Denn innerhalb einer Urkunde werden sowohl Verfügungen des einen Partners als auch Verfügungen des anderen Partners getroffenen. Eine Änderung dieser Verfügungen ohne Wissen des einen durch den anderen Partners ist nicht möglich.

Nachdem ein gemeinschaftliches Testament errichtet wurde, entfaltet es eine weitgehende Bindungswirkung. Sogenannte „wechselbezügliche“ Verfügungen können nicht einseitig geändert werden. Ein späteres Einzeltestament eines Ehegatten kann daher ganz oder teilweise unwirksam sein. Zu Lebzeiten des anderen Ehegatten ist daher an einen Widerruf des Ehegattentestaments zu denken, für den eine besondere Form erforderlich ist. Nach dem Tod eines der Ehegatten ist die Bindung unwiderruflich geworden.

Vorsicht: Ehegattentestamente sind in vielen anderen Rechtsordnungen, vor allem im südeuropäischen Rechtsraum, nicht anerkannt. Durch die neue EU-Erbrechtsverordnung kann das auch deutsche Ehepaare betreffen.

Üblicherweise werden Ehegattentestamente in ihrer Ausgestaltung auch immer davon abhängig gemacht, ob Kinder vorhanden sind. Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, ob der überlebende Ehegatte die Möglichkeit haben soll, die gemeinsam niedergelegte Erbeinsetzung nach dem Tod des letztversterbenden Ehegatten abzuändern. Wenn diese Möglichkeit nicht ausdrücklich eingeräumt wird, kann der hinterbliebene Ehegatte das Testament nicht mehr ändern. Je nachdem, welches Alter der hinterbliebene Ehegatte beim Tod des Erstverstorbenen hat, kann diese Bindungswirkung das weitere Leben beschweren.

Die folgenden Fragen stehen beispielhaft für die vielen Gestaltungsmöglichkeiten, die sich im Rahmen eines Ehegattentestaments ergeben können.

  • Sollen Schenkungen, die zu Lebzeiten an die Kinder erfolgt sind, bei Tod der Eltern auf den Erbteil angerechnet werden?
  • Sollen diese Schenkungen bei Pflichtteilsforderungen eines Kindesberücksichtigt werden?
  • Sollen Pflegeleistungen eines Kindes dazu führen sollen, dass das pflegende Kind mehr erhält als das nicht pflegende Kind?

Über diese und viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten und deren Folgen klären wir Sie gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch auf.


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Anna Lesiak*

RechtsanwältinFachanwältin für Erbrecht

Burkhardt Jordan

RechtsanwaltFachanwalt für ErbrechtFachanwalt für Steuerrecht



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